Technik Insight: Datenmanagement im E-Commerce – SAP Commerce Cloud

Digital Conversion hört dann auf, wenn das System nicht mehr mit wächst. Wenn Datenvolumen und Anforderungen an das System eine kritische Masse überschreiten, kann eine moderne E-Commerce Lösung schnell an ihre Grenzen kommen. Das Datenmanagement kann an Grundsätzlichkeiten wie der genutzten Datenbank-Technologie scheitern oder schlichtweg an der Usability im Umgang mit den Datenmengen.

SAP Commerce liefert Unternehmen mehrere Ansätze, um der Herausforderung wachsender Datenmengen und steigender Anfragen im E-Commerce flexibel entgegenzutreten. Im ersten Teil unserer Reihe “Skalierbarkeit in SAP Commerce” stellen wir Ihnen das Konzept der Kataloge und Katalogversionen vor, mit dem SAP Commerce die Skalierung Ihrer Shop-Plattform ermöglicht.

News 2021 Technik 25. Oktober 2021

WELCHE VORTEILE HAT DAS DATENMANAGEMENT IN SAP COMMERCE MIT HILFE VON KATALOGEN?

Bekanntermaßen sind die Produkte im Online-Handel der Dreh- und Angelpunkt. Doch nicht nur ist deren Beschaffung und Anreicherung im heutigen Markt sehr komplex, auch der Spagat zwischen breiten Sortimenten und zielgruppenorientierter Produktsegmentierung muss bewältigt werden. Diese Hürden sind für so manches System ggf. nur mit kostenintensiven Umwegen abbildbar. Zudem stoßen viele Systeme an ihre Grenzen, wenn die Datenmenge bestimmte Maße überschreitet.

Hier liegt das Problem nicht in der darunter liegenden Hardware, sondern daran, dass die Software selbst architektonisch nicht auf die quantitativen Herausforderungen vorbereitet ist:

  • Möglicherweise gibt zwei verschiedene Lieferanten für Produktdatensowie ein ERP-System, das regelmäßig Preise beisteuert.
  • Gleichzeitig muss das Sortiment für mehrere Vertriebswegenach bestimmten Regeln aufbereitet werden.
  • Eventuell gibt es mehrere Mandanten mit komplett losgelösten Produktwelten, die sich ggf. sogar aus verschiedenen ERP-Systemen bedienen.

Mit dem Konzept der Kataloge und Katalogversionen bietet SAP Commerce Unternehmen einen erweiterbaren und vor allem flexiblen Ansatz, um solchen Anforderungen im E-Commerce Datenmanagement entgegenzutreten. Indem mehrere Kataloge für die Importe genutzt werden, kann das Problem der unterschiedlichen Datenlieferanten gelöst werden. Mit Hilfe von unabhängig voneinander agierenden Prüfmechanismen kann dabei die  Qualität und Quantität der Daten sichergestellt werden. Anschließend können die Daten aus diesen Quellkatalogen in einem gemeinsamen „Master-Katalog kombiniert werden. Darin zusammengeführt finden sich zum Beispiel:

  • Bilder von A, Texte von B und Preise von C oder
  • die Produktwelten von Lieferant X und Lieferant Y

Wurde ein gebündelter Datenbestand für gut befunden, kann dieser in eine „Online“-Version überführt werden und ist somit vor unerwünschter Überschreibung geschützt.

WELCHE WEITEREN HERAUSFORDERUNGEN GIBT ES FÜR EIN EFFIZIENTES DATENMANAGEMENT?

Aus dem Master-Katalog können über Verteilungsregeln verschiedene weitere Ziel-Kataloge befüllt werden. Werden nur neue Produkte in Printmedien abgebildet, so können diese in einen dafür gedachten Katalog überführt und dort noch redaktionell für den Druck optimiert werden. Sind Produkte anhand ihrer Hersteller nur in manchen Regionen zulässig oder eingeschränkt verfügbar, so kann die Ausspielung über Kataloge übersichtlich gesteuert werden. Sind unterschiedliche Sortimente für Zielgruppen vorgesehen, lässt sich für unterschiedliche Stores ein individuelles Produktangebot für Ihre Kunden zur Verfügung stellen. In jedem dieser Kataloge können die Produktdaten wieder auf den Vertriebskanal angepasst werden und durch Attributbeschränkungen bei der Synchronisation aus den Quellkatalogen vor einem Überschreiben geschützt werden.

Dank der Struktur dieses Modells besteht auch die Möglichkeit, durch Customizings den Umgang mit den Katalogen noch genauer an den spezifischen Use-Case und die Customer Journey Ihrer Kunden anzupassen. Wie in vielen Bereichen von SAP Commerce wird hierdurch eine architektonisch flexible Grundlage geschaffen, die nach den Bedürfnissen Ihrer Kunden und Endkunden erweiter- und anpassbar ist und für eine perfekte Customer Experience sorgt.

Dabei ist die Handhabung der Daten in Ihrem Unternehmen nicht nur Sache für Administratoren und IT-Mitarbeiter. Mit Hilfe des integrierten Product Content Management (PCM) der SAP Commerce Suite haben Sie die Möglichkeit, Qualitätsmetriken, Workflows und Datenpflegeprozesse zu etablieren und Abläufe zur Produktdatenanreicherung und -steuerung einzubinden, die auf Ihr Business maßgeschneidert sind. Dies ermöglicht es auch Mitarbeitern mit geringerer IT-Affinität, zum Beispiel im Marketing, ohne Umwege aktiv bei der Datenpflege mitzuwirken. Ein Video demonstriert die Pflege und Nutzung von Workflows in Backoffice und PCM:

MEHR ERFAHREN

 

Wichtig ist bei der Umsetzung, dass Unternehmen von einem erfahrenen Partner begleitet werden, der um die Implikationen – wie Datenvolumina und Leistungsanforderungen an das Hosting – weiß und Komplikationen – wie Fehleranfälligkeiten und Laufzeitkonflikte bei der Synchronisation von Datenbeständen – zuverlässig bewältigen kann. Als erfahrene SAP Commerce Experten stehen wir Ihnen mit unserem Know-how bei der Etablierung einer zukunftsorientierten Datenmanagement Strategie gern zur Seite.

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